Holz von A-Z

Abbund

Zuschneiden des Bauholzes (Dach, Wand, Balkenlage)

Abbohren

Holzverbindung, z. B. Zapfen oder Blatt durchbohren und Holznagel einschlagen

Abdachung

abschrägen

Abgratung

Oberkante des Gratsparrens abschrägen

Abrichten

grob abhobeln

Anblattung

durch Blatt verbinden

Anbolzung

Hölzer mittels Gewindestab oder Passbolzen verbinden

Andreaskreuz

Aussteifung, diagonal kreuzende Hölzer

Aufschiebling

Pfostenaufsatz am Sparrenfuß, Dachknick im Traufbereich, bei einfacher Ausführung mittels Dachlatte etc. seitlich an Sparren genagelt

Aufschlagen

Aufrichten des Daches oder einer Holzkonstruktion

Ausfachung

Ausfüllen eines Gefaches aus Holz, Lehm, Stein

Auskehlen

rinnenförmig aushöhlen, "Gegenteil" der Abgratung

Ausklinkung

Ausstemmen, Aussägen, um ein anderes Holz einzulassen

Aussteifung

Sicherung gegen Verschiebung (z. B. mit Kopfbändern)

Backenschmiege

schräger Schifterschnitt am Gratsparren

Balkenlage

Gesamtheit der Deckenbalken Gebälk / Längs-, Querbalkenlage

Bauholz (NH)

Bauholz  frisch Holzfeuchte ca. 30 %, techn. getrocknet ca. 15 - 18 %, Bauholz  wird in der Sortierkl. S10 und S13 sowie in den Schnittkl. A/B und S  verbaut, man unterscheidet in Kernholz, Kernreifholz, Reifholz,  Splintholz; mögliche Verdrehungen, Risse etc. sind zu tollerieren

Binder

Gespärre mit Säulen, Zangen, Strählen und Streben
Binderarten: Parallel-, Pultdach-, Nagelbrett-, Scherenbinder

Blatt

Holzverbindung (Druck-, Eck-, Hakenblatt)

Blaufäule

falsche Bezeichnung für mit Bläuepilzen befallenes Holz; keine Fäule, als Bauholz geeignet)

Blockhaus

Holzhaus mit massiven Wänden aus Stämmen oder Kantholz

BMF

Hersteller von ("ingenierumäßigen") Holzverbindungen wie Sparrennägel, Winkel, Dübel,  Sparrenpfettenanker etc.

Brett

bis 4 cm Stärke

Brust

Verstärkung der Tragfähigkeit eines Holzes / -brett, -holz, -riegel, Brustzapfen

BSH

auch  BS-Holz, Brettschichtholz, aus Brettlamellen ca. 4 cm keilgezinkt  verleimt, getrocknet ca. 15 %, gehobelt und gefaßt, übliche Sortierkl.  BS11 und BS14, es wird unterschieden in sichtbare und nicht sichtbare (Industrie-) Qualität; Verdrehungen, Risse und sonstige optische  Mängel sind weitestgehend ausgeschlossen

Büge (Bug)

Strebe oder Kopfband

Bund

der (-balken / trägt eine Mauer)

Bundwerk

Holzgefüge mit Bretterhinterschalung

Bundzeichen

Bezeichnung der abgebundenen Hölzer mit römischen Zahlen, Ruten u. a.)

 

Dachausmittlung

Grundriss, gibt die Grundmaße der Sparren

Dachbruch

Knick / Unterbrechung der Neigung durch Aufschieblinge

Dachprofil

Vorlage für die Austragung der Sparren (Sparrenmaße)

Dachreiter

auf die Sparren genagelte Bretter oder Platten

Dämmstoffe

Isolierung (ökologisch: Holzfaserdämmstoffe, Baumwolle, Zellulosedämmstoffe)

Dampfbremse

verhindert Kondensatbildung zwischen Außenwand und Innenbekleidung

Dampfsperre

wie Dampfbremse, nur dicht geschlossen

Drempel

auch Kniestock oder Stempel - Aufkantung am Fußgelenk des Daches, kniehohe Wand über der obersten Decken(balken)lage

Druckblatt

ganz schräges Eckblatt

Dübel (Dolle)

rundes Verbindungsmittel (Einlass-, Einpressdübel)

Eckhakenblatt

Holzverbindung auf Zug und Schub

Einschub

Fehlboden, Streif- oder Zwischenboden

Fachwerk

Zimmermannskonstruktion / -binder, -wand

Fase

Abschrägen einer Kante

Feder

schwache Holzleiste zum Einlegen in eine Nut

Fehlboden

Boden zw. Balken / Auffüllung, Papier, Lotte

Fensterriegel

waagerechtes Kantholz für Fenster im Fachwerk / Gaube

First

Oberkante des Daches (für den Zimmermann Oberkante Sparren)

Freigespärre

auch Sparrenknecht, Schwebegiebel, Flugsparrendreieck / vor Giebelwand gesetztes Sparrenpaar

Füllung (Schüttung)

Ausfüllung der Zwischendecke mit Schlacke, Sand u. a.

Furnier

Holz bis 2 mm Stärke

Fußleiste

10 - 30 mm hohe Schutzleiste

Ganzholz

einstieliges Verbandholz

Gaube

Dachfenster / Spitz-, Schlepp-, Gaubenbank

Gebälk

Balkenwerk

Gebinde

oder Gespärre / Wand-, Dach-, Voll-, Leer-, Frei-, Füll-, Zwischengesperre

Gefach

Feld einer Fachwerkwand

Gefüge

Einzelheiten der Holzkonstruktion / konstruktive Gesamtheit

Gehrung

(Eckstoß) schräge Hirnkante zweier Hölzer

Gesimskasten

der Dachüberstand wird mit einer (Holz) Verschalung verkleidet (siehe auch sichtbarer Dachüberstand)

Geißfuß

Verbindung zw. Strebe und Firstpfette / oder Nageleisen (Brechstange)

Gurt (Gurtung)

Überschneidung, Überkreuzung, Überblattung

Hahnebalken

Kehlbalken zum Abstützen

Hakenblatt

gerades, schräges-Hakenblatt

Halbholz

einmal getrennter Stamm

Hängewerk

Tragwerk / -balken, -pfosten, -strebe, -säule, -sprengwerk, -ständer, -zapfen

Hauptdach

Bezeichnung der Dachfläche, i. d. R. größte Dachfläche (Satteldach)

Hausschwamm

echter-, weißer Porenschwamm, brauner Keller- oder Warzenschwamm

Hebefeier

Richtfest bayr.

Herzbrett

mittleres Brett aus dem Stamm

Hexenschnitt

Traufabschnitt am Kehl- oder Gratsparren

Hirnholz

quergeschnittenes Holz

Hobeldiele

gespundetes, gehobeltes Fußbrett (trocken)

Holzfeuchte

trocknes Holz hat eine Holzfeuchte von 18 %, andere Holzfeuchten bei gefordertem trockenem Holz müssen vereinbart werden

Holzrahmenbauweise

Holzbauweise mit massiven Holzrahmen

Holzschutz

Die  wirksamste Vorbeugung ist mit dem baulichen Holzschutz zu erbringen.  Wird das Konstruktionsholz konsequent trocken gehalten, kann und wird  lt. DIN 68800 auf chemischen Holzschutz verzichtet.

Holznagel

Fugen- / Nagel quadratisch, vieleckig, rund / 2 - 3 cm

Holzverbindung

Hauptformen sind: Zapfen, Blatt, Kamm, Versatz, Klauen, Verzinken

hydroskopisch

Feuchtigkeit anziehend

Imprägnierung

Holzschutz (Impfen des Holzes)

Joch

Konstruktion aus Pfählen

k-Wert

Maß für den Wärmeverlust

Kaltdach

flaches  oder geneigtes Dach mit ca. 5 cm Zwischenraum von Decke zur Dachhaut,  (bei einem Steildach sind die Sparren nicht gedämmt)

Kamm

Holzverbindung / Doppel-, Kreuz-, Schwalbenschwanz-, Eckkamm

Kammertrocknung

technische Trocknung von Frischholz

Kantholz

rechteckiges Bauholz

kantig

Baum-, voll- (Skl. A/B), scharfkantig (Skl. S)

Kehlbalken

Konstruktionsteil, horizontal zur Dachaussteifung und als Zwischendeckenebene

Kehlbalkendach

Dachkonstruktion bei der die Kehlbalken eine tragende Funktion ausüben, die Sparren sind am First mit einer Fistbohle verbunden

Kehlbohle

Kehle mit aufgelegter Bohle (Sparren laufen durch), Anwendung bei Gauben

Kesseldruckimprägnierung 

chem. Holzschutz, wird bei stark bewitterten Hölzern angewendet sowie in der Schwammsanierung

Kerbe

Bundzeichen

Kernholz

mittlerer Kern (Stamm) des Bauholzes

Kerve

auch Klaue, Kerbe oder Sattel

Klaue

auch Kerve / Sparren-, First-, Fußkerve

Klauenschifter

Grat- oder Kehlschifter ohne Abgratung/Auskehlung

Knagge

Holzversteifung

Kniestock

siehe Drempel

Königsäule

Mittelsäule bei Türmen

Kopfband

schräges Kantholz (auch Büge)

kröpfen

auf Gehrung geschnitten

Krüppelwalm

kleiner Walm im Giebel

Kuhfuß

Nageleisen

KVH

Konstruktionsvollholz, Stöße keilgezinkt verleimt, getrocknet 15 ± 3 %, Übliche Sortierkl.  MS10 und MS13, gehobelt und gefaßt, es wird unterschieden in sichtbare  (Si) und nicht sichtbare (Nsi) Qualität; Verdrehungen, Risse und  sonstige optische Mängel sind durch die Einschnittart minimiert

Lagerholz

Kantholz auf Deckenbalken oder Beton zur Aufnahme des Fußbodens

Leimbau

Ingenieurholzbauweise mit verleimten Bindern

Liegender Stuhl

beim Pfettendach

Luftschallbrücke

entsteht durch Spalten oder Risse in Holzdecken

Lufttrocknung

luftgetrocknetes Holz

Mann

alte Bez. für Verstrebungsfigur

Mark

Inneres des Holzes

Mauerlatte

Kantholz auf Mauerkrone liegend

Mittelpfette

horizontales Holz, trägt die Hauptlast des Dachstuhls

Nadelholz (NH)

als Bauholz werden eingesetzt: Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche

Nagelbinder

Holzbinder, an den Knoten mit Nagelplatten verbunden

Nase

schmückende Vorsprünge im Fachwerk

Obelisk

Spitzsäule

Oberzug

hält Balken von oben

Obholz

Aufholz bei der Sparrenklaue

Ochsenauge

runde oder ovale Öffnung im Dach

Ort

Dachbegrenzung, allg. für Spitze, Ecke, Ende

Ortbalken

liegt neben dem Mauerwerk

Ortgang

Form der Giebelausbildung / Stirnbrett

Palisade

Pfahlwerk

Pergola

Rankgerüst für Pflanzen als Holzkonstruktion

Pfetten

tragende Bauteile des Dachstuhls, auf den Pfetten (Fuß-, First-, und Mittelpfetten) liegen die Sparren auf

Pfettendach

Dachkonstruktion mit Pfetten (Fuß-, First-, Mittelpfette)

Pfosten

(auch Bohlen) Schnittware 4 - 5 cm stark

Pultdach

Dach mit einzelner Neigung

Qualität

Resultat unserer Arbeit

Querkopf

geschmiedeter Brettnagel mit zweilappigem Kopf

Querverband

überkreuzende (Holz-) Verbindung

hm

Teil der Stuhlsäule beim Kehldach

Rahmen

tragende Konstruktion

Rauhspund

gespundetes Brett Oberseite egalisiert

Richten

Aufschlagen der vorgefertigten Bauteile

Richtfest

Bauheben

Riegel

waagerechtes Verbandholz im Fachwerk

Ringkeildübel

Holzverbinder mit höchster Tragfähigkeit (Appel)

Rofe

oder Roofen, Rafen / auf Pfetten aufgelegtes tragendes Holz

Rückversatz

Fersenversatz

Rune

germ. Schriftzeichen, z. B. an Fachwerken

Satteldach

gleichseitiger Dreieckgiebel

Schifter

durch Grat- /Kehlsparren verkürzter Sparren

Schiftung

An- oder Aufschiften der Sparren

Schleppdach

beim Dachfenster / Dachgaube

Schlussdach

Pultdach

Schnittholz

Sammelbezeichnung für alle Hölzer zw. 2,4 - 30 cm

schrubben

grob hobeln

Schüttung

Dämmung = Ausfülle in der Zwischendecke

Schwalbenschwanz

Holzverbindung auf Zug

Schwamm

Holzkrankheit (greift Holz und Mauerwerk an)

Schwebezapfen

in Holzbalkendecke / -giebel beim Hängewerk

Schwelle

horizontales tragendes Holz / Fachwerk

Schwenkbug

Kopfband

Sheddach

Sägedach

sichtbarer Dachüberstand

bei einem sichtbarem Dachüberstand sind die Dachsparren und Pfettenköpfe gehobelt, die Sparren- und Pfettenköpfe können zusätzlich profiliert werden, auf die Sparren wird i. d. R. eine Sichtschalung (Nut + Feder) genagelt (siehe auch Gesimskasten)

Skl. (Schnittklasse)

(Holzeinschnitt), es wird in folgende Skl. unterschieden:
Skl. S = scharfkantig (keine Fehl (Baum) -kante
Skl. A = vollkantig nur geringe Fehl (Baum) -kante
Skl. B = geringe Fehl (Baum)-kante
für Bauholz wird üblicherweise Skl. A/B eingebaut

Sparren

tragendes Element des Daches zur Aufnahme der Schalung oder Lattung

Sparrendach

Dachkonstruktion ohne Pfetten, die Sparren sind am First mit einer Fistbohle verbunden, der Fußpunkt (Drempel) muss statisch unverschieblich ausgebildet werden

Sparschalung

Holzschalung auf Lücke genagelt

Splintholz

das jüngere Holz, die linke Seite des Brettes

Sprengbock

Hängewerk

Sprengwerk

Unterstützung für den Tragbalken

Stakung

auch Stakung / im Gefach eingesetzte Hölzer

Steigband

überblattende Verstrebung

Stempel

Drempel

Stichbalken

einerseits Mauerauflager, andererseits Stich in andere Balkenlage

Stichmaß

Überhöhung bei Bögen

Stirnholz

Hirnholzseite

Stirnbrett

am Bock, an der Traufe (am Ortgang)

Stirnzapfen

an der Strebe

Stollenholz

Viertelholz (vierstielig)

Stoß

Holzverbindung (Gerberstoß)

Strebe

versteifendes Holz zur Aufnahme von Druckkräften

Streichbalken

auf Konsole liegendes Holz oder neben einer Wand liegender Deckenbalken

Stuhl

Stützgebälk zum Tragen der Sparren

Stuhlrahmen

waagerecht liegende Pfetten als Verband

Stülpschalung

dachziegelartige Verschalung

Sturmlatte

(Windrispe) Sicherung des Daches ohne Stuhl

Traufe

Unterkante des Daches, tiefster Punkt der Sparren

Turmdach

Zeltdach

Überfalzung

Verbindung zweier Holzteile

Überzug

auch Oberzug / Entlastungsholz für Aufhängung

Umgebinde

vor Blockstube gesetztes Stützgebälk

Umkehrdach

Dämmungsebene auf der Sparrenkonstruktion (nicht hinterlüftet)

Unterdach

Schalung auf die Sparren bei zu flacher Neigung für Ziegeleindeckung

Unterdecke

nicht tragende abgehängte Decke

Unterzug

verhindert Durchbiegen, tragender Balken

VOB

Verdingungsordnung für Bauleistungen

Verfallgrat

unterbrochene Gratlinie des Walms

Verfallung

Übergang vom Hauptdach zum niedrigeren Nebendach

Versatz

Stirn / Verzahnung zu verbindender Stäbe

Verstrebungsfigur

am oder im Fachwerk liegendes Verstrebungsholz

Verziehen

entsteht durch Schwinden und Quellen beim Trocknen

verzimmern

Bearbeiten des Holzes zu Konstruktionen

Viertelholz

auch Kreuzholz / Viertel des Rundstabs

Walm

die Giebelfläche des Hauptdaches

Walmdach

Dachform bei der die Giebelfächen "abgewalmt" ist (bei einem Satteldach (Giebel) beträgt die Dachneigung "90°

Warmdach

Dämmungsebene sind die Sparren (hinterlüftet)

Wechsel

Balkenstück zw. Balken / Schornstein-, Sparren-, Treppenwechsel

Wiederkehr dach

(Walmdach)

Windbrett

oder Windfelder am Giebel des Daches / zum Abdichten des Zwischenraums bei Balkenköpfen

Wind latte

Windrispe zur Sicherung des Daches ohne Stuhl

Windrispe

auch Schwert latte / schräg zur Lauflinie genageltes Holz

 

Zahnleiste

auch Windbrett

Zange

Teil des Dachbinders / doppelt angeordnete Hölzer (siehe auch Kehlbalken)

Zapfen

Holzverbindung

Zeltdach

Turmdach, Dach mit 4 gleichen Gratsparren

Zimmermeister-Haus

Holzhaus in Holzrahmenbauweise

Zopf

schwaches Stammende

Zunft

Organisationsform des Handwerks seit dem 11. Eh.

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